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Nach einem schönen Spaziergang, einer langen Fahrt mit dem Wohnmobil oder einem Nachmittag am Wasser willst du dich nicht einfach auf einen harten, niedrigen Hocker fallen lassen. Welcher Campingstuhl bequem ist, hängt weniger von einem luxuriösen Aussehen ab als vielmehr davon, wie du campst, sitzt und dich entspannst. Der beste Stuhl fühlt sich an wie dein vertrauter Platz im Freien: praktisch zum Verstauen, angenehm für den Rücken und schön genug, um ihn ohne Bedenken unter die Markise zu stellen.
Ein bequemer Campingstuhl stützt deinen Körper genau dort, wo es darauf ankommt: im unteren Rückenbereich, an den Oberschenkeln, Schultern und Armen. Das klingt logisch, aber den Unterschied merkst du erst, wenn du eine Stunde lang mit einem Kaffee, einem Buch oder einem Drink darin sitzt. Ein Stuhl, der im Laden weich aussieht, kann sich zu Hause oder auf dem Campingplatz doch als zu tief, zu niedrig oder zu gerade erweisen.
Schau dir deshalb zuerst deine eigenen Sitzvorlieben an. Sitzt du gerne aufrecht am Tisch, um ausgiebig zu frühstücken oder ein Spiel zu spielen? Dann passt oft ein stabiler Verstellstuhl oder ein kompakter Stuhl mit einer etwas aktiveren Sitzposition besser. Möchtest du vor allem lesen, in Gedanken versinken und lange am Tisch verweilen? Dann entscheide dich für einen geräumigeren Stuhl mit hoher Rückenlehne, mehreren Verstellmöglichkeiten und Armlehnen, auf denen du dich richtig ausruhen kannst.
Auch deine Körpergröße spielt eine Rolle. Große Camper profitieren von einer hohen Rückenlehne, die die Schultern gut stützt, und einer Sitzfläche, die nicht zu kurz ist. Bist du kleiner, kann ein sehr tiefer Stuhl hingegen unangenehm sein: Du kommst mit den Füßen nicht so leicht auf den Boden und dein unterer Rücken verliert an Halt. Komfort ist also eine persönliche Sache. Der Stuhl, in dem dein Partner herrlich versinkt, muss nicht automatisch dein Favorit sein.
Für die meisten Wohnwagen- und Wohnmobilreisenden ist ein verstellbarer Stuhl die vielseitigste Wahl. Du stellst ihn zum Frühstück aufrecht hin, etwas schräger für ein gutes Gespräch und fast liegend für einen ruhigen Moment in der Sonne. Achte bei diesem Modell vor allem auf eine einfache Verstellmöglichkeit. Wenn du erst aufstehen, ziehen und suchen musst, bevor sich die Rückenlehne bewegt, nutzt du diese tollen Positionen in der Praxis seltener.
Ein Liegestuhl ist ideal, wenn Entspannung an erster Stelle steht. Die Sitzfläche ist oft breiter, die Rückenlehne höher und die Sitzposition eher zurückgelehnt. Das macht ihn herrlich nach einem aktiven Tag, aber weniger geeignet an einem hohen Campingtisch. Für einen längeren Urlaub ist die Kombination aus einem Verstellstuhl für tagsüber und einem kompakten Liegestuhl oder einer Fußbank für den späten Abend oft überraschend angenehm.
Wer mit einem Dachzelt, einem Klappanhänger oder einem kompakten Wohnmobil unterwegs ist, hat andere Vorstellungen von Komfort. Da zählt jeder Zentimeter Stauraum. Ein Klappstuhl mit guten Armlehnen und einer stützenden Rückenlehne kann da ein cleverer Kompromiss sein. Er nimmt wenig Platz weg, ist schnell aufgebaut und bietet deutlich mehr Sitzkomfort als ein einfacher Festivalstuhl. Achte aber darauf, dass die Sitzfläche straff genug bleibt. Ein zu weiches Tuch vermittelt mit der Zeit ein Hängemattengefühl, und das ist nicht jedermanns Sache.
Ein niedriger Strandstuhl hat wieder seinen ganz eigenen Charme. Am Strand, am See oder vor dem Zelt sitzt du nah am Boden und kannst dich herrlich entspannen. Wer aber Schwierigkeiten beim Aufstehen hat oder regelmäßig am Tisch essen möchte, sollte sich lieber für eine normale Sitzhöhe entscheiden. Niedrige Stühle sind oft eine schöne Ergänzung, aber kein vollwertiger Ersatz für deinen Hauptstuhl auf dem Campingplatz.
Die Sitzhöhe ist wichtiger, als du denkst. Etwa 40 bis 45 Zentimeter fühlen sich für viele Erwachsene vertraut an, weil man leicht aufstehen und an einem Campingtisch sitzen kann. Ein niedrigerer Stuhl ist zwar bequem, belastet aber Knie und Hüften stärker. Vor allem, wenn du mehrmals am Tag aufstehst, um etwas aus dem Wohnwagen zu holen, merkst du diesen Unterschied schnell.
Die Sitztiefe ist mindestens genauso wichtig. Bei einem passenden Sitz werden deine Oberschenkel gestützt, ohne dass die Kante in deine Kniekehlen drückt. Ein tiefer Sitz ist angenehm für längere Beine und einen entspannten Nachmittag, während ein weniger tiefer Sitz oft besser zum aktiven Sitzen geeignet ist. Versuche, wenn möglich, kurz die natürliche Haltung nachzuahmen: Füße auf dem Boden, Schultern entspannt und den Rücken an die Rückenlehne gelehnt.
Nimm die maximale Tragkraft ernst. Sie sagt nicht nur etwas über die Sicherheit aus, sondern oft auch über die Stabilität von Rahmen, Verbindungen und Stoff. Wähle lieber ein Gewicht, das deutlich über dem des Nutzers liegt, vor allem, wenn der Stuhl viel mitnimmt, auf verschiedenen Untergründen steht oder von der ganzen Familie genutzt wird. Ein solider Aluminiumrahmen ist leicht und rostfrei. Stahl fühlt sich oft sehr stabil an, wiegt aber mehr im Deichselkasten oder in der Garage des Wohnmobils.
Für kurze Pausen reicht eine einfache Rückenlehne völlig aus. Für lange Abende unter der Markise willst du mehr. Eine hohe Rückenlehne stützt auch Nacken und Schultern, besonders wenn du dich zurücklehnst. Manche Modelle bieten ein verstellbares Kopfkissen. Das ist angenehm, wenn du groß bist, aber überprüfe, ob du das Kissen auch auf deine Höhe einstellen kannst. Ein festes Kissen, das genau falsch sitzt, bringt wenig.
Eine ergonomisch geformte Rückenlehne verteilt den Druck besser als ein komplett flaches Modell. Doch mehr Form ist nicht immer besser. Wer gerne aufrecht sitzt, kann eine stark gebogene Rückenlehne geradezu als einengend empfinden. Achte auch auf die Spannung des Textilens oder Polyesters: Ein leicht federndes Tuch sorgt an warmen Tagen für angenehme Belüftung, während sich ein dick gepolsterter Stuhl in der Vor- und Nachsaison wärmer und weicher anfühlt.
Auch Armlehnen verdienen Beachtung. Breite, stabile Armlehnen entlasten deine Schultern und erleichtern das Aufstehen. Bei einem verstellbaren Stuhl sind harte Armlehnen oft Teil des Verstellsystems. Wähle dann ein Modell, bei dem deine Hände bequem aufliegen und die Bedienung logisch funktioniert. Kleine Details entscheiden letztendlich darüber, ob ein Stuhl dir jeden Tag Freude bereitet.
Der bequemste Stuhl nützt nicht viel, wenn er auf einer weichen Grasfläche wackelt. Breite Fußkappen verhindern, dass die Beine schnell im Sand oder nassen Gras versinken. Auf hartem Untergrund schützen sie zudem den Boden deines Vorzeltes oder deiner Terrassenfliesen. Ein stabiles Gestell ist besonders wichtig bei einem hohen Stuhl mit verstellbarer Rückenlehne, da sich der Schwerpunkt verändert, sobald du dich zurücklehnst.
Denk auch ans Auf- und Zusammenklappen. Auf Reisen willst du bei der Ankunft keinen Stress haben, vor allem nicht, wenn du noch die Markise aufstellen und den Kühlschrank füllen musst. Ein Stuhl, der sich leicht öffnen und kompakt zusammenklappen lässt, macht das Campingleben einfacher. Vergleiche neben dem Gewicht auch die Packmaße. Zwei Kilo Unterschied scheinen wenig, aber vier Stühle, ein Tisch und eine Fußbank füllen zusammen schnell den Kofferraum.
Das Material sollte zu deinem Urlaubsrhythmus passen. Textileen trocknet nach einem Regenschauer schnell und lässt sich leicht reinigen. Gepolsterte Bezüge fühlen sich angenehmer an und sorgen für eine gemütliche Atmosphäre, brauchen aber länger zum Trocknen. Wenn du oft in sonnigen Gegenden campst, ist Belüftung wichtig. Bist du hingegen lieber im Frühling oder Herbst unterwegs, kann eine weiche Auflage oder ein passendes Kissen für einen guten Stuhl für einen zusätzlichen Cocooning-Moment sorgen.
Ein stilvoller Stuhl darf natürlich gesehen werden. Unter einer schönen Markise sorgen ruhige Farben, ein schlankes Gestell und edles Material gemeinsam für einen gemütlichen Aufenthaltsort im Freien. Aber lass die Farbe niemals der einzige Grund für deine Wahl sein. Schau dir den Stuhl aus der Nähe an, fühle den Stoff, überprüfe die Gelenkstellen und stell dir die einfache Frage: Würde ich hier gerne vom Frühstück bis zum Sonnenuntergang sitzen?
Wenn du online auswählst, vergleiche immer die Maße im ausgeklappten und im eingeklappten Zustand. Miss gegebenenfalls zu Hause den Platz aus, an dem die Stühle verstaut werden sollen. Lies auch genau nach, ob eine Fußstütze, Kopfstütze oder Auflage im Lieferumfang enthalten oder separat erhältlich ist. So vermeidest du, dass ein schönes Set auf dem Campingplatz nicht ganz den Komfort bietet, den du dir vorgestellt hast.
Bei Camping Cocooning blicken wir gerne über einen einzelnen Stuhl hinaus: Dein Außenbereich muss als Ganzes stimmen, vom Tisch über die Beleuchtung bis hin zum Kissen, auf dem du am Ende des Tages noch ein bisschen verweilst. Entscheide dich deshalb nicht für den Stuhl, der nur kompakt ist oder sich nur weich anfühlt, sondern für das Modell, das deinen Urlaubsrhythmus unterstützt. Dann wird sogar ein ganz normaler Dienstag auf dem Campingplatz zu einem Abend, an dem du noch ein bisschen länger draußen bleiben möchtest.